G-Punkt finden und richtig stimulieren

Stell dir vor, du wachst nachts auf und deine Blase ist unangenehm voll. Du bahnst dir noch im Dunklen den Weg zur Toilette und tastest nach dem Lichtschalter. Obwohl du ungefähr weißt, wo er liegt, greifst du ein paar Mal ins Leere. So geht es vielen Männern auf der Suche nach dem G-Punkt. Obwohl man eigentlich weiß, wo er liegt, ist die Trefferquote nicht immer befriedigend. Erfahre hier, wo genau sich der G-Punkt oder auch G-Spot genannt, befindet, wie du ihn am besten stimulieren kannst und ob er wirklich so entscheidend für den weiblichen Orgasmus ist.



Was ist der G-Punkt?

Der G-Punkt sorgt für jede Menge Diskussionsstoff. Manche sagen, er sei zwingend für den echten weiblichen Orgasmus notwendig, andere sagen, er sei eine Verlängerung der Klitoris, und wieder andere bezweifeln seine Existenz.

Das Wichtigste zuerst: Jede Frau ist anders. Damit ist auch jeder G-Spot und jeder Orgasmus anders. Manche Frauen empfinden die Stimulation des G-Punktes als extrem erregend, andere müssen einfach nur auf die Toilette und andere spüren gar keine Erregung. Durch diese gegenteiligen Empfindungen hält sich auch die hartnäckige Behauptung, der G-Punkt würde gar nicht existieren.

G-Punkt Anatomie

Fest steht, dass es eine Zone im Inneren der Vagina gibt, deren Stimulation sehr erregend sein kann. Richtig, der G-Punkt ist eigentlich kein Punkt, sondern eine Zone und in etwa so groß wie ein 2 Euro Stück. Er befindet sich in etwa zwei Zentimeter hinter dem Scheideneingang an der vorderen Wand, die in Richtung des Bauches zeigt.

Aufgrund der Lage des G-Punkts kannst du also beruhigt sein: Die Penisgröße muss nicht überragend sein, damit du diese sensible Zone stimulieren kannst.

Wir wissen aber inzwischen auch, dass die Schwellkörper der Klitoris bis weit in die Vagina hinein reichen - eben bis zu jener Zone, die als G-Punkt bezeichnet wird. Ist eine Frau erregt, schwillt nicht nur die Klitoris an. Auch der G-Spot soll dann einfacher zu ertasten sein.

Wie fühlt sich der G-Punkt an?

Für dich als Mann fühlt sich die Zone des G-Punktes rau an, vor allem in der sonst so weichen Umgebung der Vagina.

Auch Frauen können den G-Spot ertasten, wenn sie mit einem oder mehreren Fingern in ihre Vagina oder die ihrer Partnerin eindringen. Wird der G-Punkt stimuliert, kann das ganz unterschiedliche Empfindungen auslösen, wie weiter oben schon beschrieben.

Gibt es auch einen G-Punkt beim Mann?

Die gute Nachricht zuerst: Auch der Mann hat einen G-Punkt. Weder dessen Existenz, der Ort noch das Erregungspotential wird angezweifelt. Als G-Punkt des Mannes wird nämlich die Prostata bezeichnet. Sie ist etwa so groß wie eine Kastanie, umschließt die Harnröhre und besteht aus vielen verschiedenen Muskelfasern und Drüsen. Die Prostata klingt im ersten Moment wenig erotisch, sondern eher nach einer unangenehmen Vorsorgeuntersuchung, kann aber durchaus einen entscheidender Lustfaktor in deinem Liebesspiel darstellen.

Wie kann man die Prostata stimulieren?

Die Prostata ist äußerlich nicht sichtbar oder zu erreichen. Der Weg führt also durch die Hintertür, genauer ausgedrückt, durch den Anus. Sowohl mit dem Finger als auch mit Sextoys lässt sich die Prostata stimulieren. Oberstes Gebot ist eine ausreichende Menge an Gleitgel, um Schmerzen oder Verletzungen vorzubeugen. Die Prostata Stimulation kann jetzt in Form einer zärtlichen Massage durch leichten Druck oder Streichen erfolgen.

Dadurch zieht sich die Beckenbodenmuskulatur zusammen. Diese Kontraktion der Muskulatur fühlt sich für den Mann sehr angenehm an. Natürlich sind auch bei der G-Punkt-Stimulation beim Mann Vertrauen und Neugier gefragt! Wie immer gilt: Achte darauf, wie dein Partner auf deine Berührung reagiert, und passe sie entsprechend an.


Wie finde ich den G-Punkt?

Der G-Punkt liegt etwa drei bis fünf Zentimeter hinter dem Scheideneingang an der Bauchseite. Dringst du mit zwei Fingern in eine Vagina ein und drückst sanft in Richtung Bauch, kannst du die raue Oberfläche der Zone spüren. Bei Erregung schwillt der G-Punkt leicht an und du kannst eine Wölbung spüren.


Wie stimuliere ich den G-Punkt?

Du hast mehrere Möglichkeiten, den G-Punkt deiner Partnerin zu stimulieren. Die G-Punkt-Massage kannst du am einfachsten mit deinen Fingern durchführen, oder du stimulierst die erogene Zone mit deinem Penis, einem Dildo oder einem Vibrator. Die intensive Stimulation von G-Punkt und Klitoris ist außerdem die beste Voraussetzung, damit deine Partnerin squirten kann!

G-Punkt Massage

Haben weder du noch deine Partnerin sich bis jetzt mit dem G-Spot beschäftigt, tastet euch langsam heran. Du kannst ganz den G-Punkt sowohl mit den Fingern als auch mit dem Penis stimulieren. Am besten funktionieren eine Lockbewegung mit Zeige- und Mittelfinger. Halte zwischendurch inne und übe einen leichten Druck auf den G-Punkt aus. Die G-Zone reagiert meist nämlich eher auf Druck als auf Reibung. Ist die G-Punkt-Massage für die Frau erregend, könnt ihr euch zusammen weiter vorantasten und eurem Liebesspiel hingeben.

Lockbewegung mit Zeigefinger: G-Punkt stimulieren

Wichtig: Bevor du loslegst, vergewissere dich, dass deine Fingernägel kurz geschnitten sind, um deine Partnerin nicht zu kratzen!

Sexstellungen für G-Punkt Stimulation

Es gibt einige Stellungen, die sich besonders gut dazu eignen, den G-Punkt zu stimulieren:

  1. In der Löffelchen-Stellung könnt ihr nicht nur kuscheln, du kannst auch ganz einfach die Vorderseite der Scheidenwand stimulieren. 
  2. In der Reiterstellung kann deine Partnerin selbst bestimmen, welcher Winkel für sie besonders erregend ist und die Intensität nach ihren Wünschen gestalten. 
  3. Legt sie in der Missionarsstellung die Beine auf deinen Schultern ab, hast du die optimalen Voraussetzungen, um den G-Punkt zu stimulieren.

In beinahe jeder Stellung lässt sich aber der Winkel so verändern, dass dein Penis den G-Punkt stimulieren kann.

Was ist ein G-Punkt Vibrator?

Sowohl Dildos als auch Vibratoren sind so geformt, dass sie sich gut dafür eignen, den G-Spot zu stimulieren. Die leichte Wölbung sorgt dafür, dass die erogene Zone gut erreicht werden kann. G-Punkt Vibratoren unterstützen diese Stimulation durch zusätzliche Vibrationen, während Dildos durch die Stoßbewegungen für außergewöhnliche Reize sorgen. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2017 gaben allerdings nur 13 Prozent der Frauen an, einen G-Punkt Vibrator zu besitzen.

Ob ein Dildo oder ein G-Punkt Vibrator den Wünschen deiner Partnerin entspricht, klärst du am besten vorher mit ihr ab oder ihr probiert beide Optionen einfach zusammen aus.


Wie wichtig ist der G-Punkt für den Orgasmus?

Wir haben jetzt Licht ins Dunkle gebracht und wissen, wo der G-Spot liegt und wie er am besten stimuliert wird. Behalte dir in Erinnerung, dass sich die G-Punkt-Stimulation nicht für alle Frauen gleich anfühlt. Natürlich könnt ihr gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen. Ein G-Punkt Vibrator oder ein Tantra Seminar mit G-Punkt Massage können Wunder bewirken. Wie immer ist ehrliche Kommunikation wichtig. Achte während des Liebesspiels auf die Signale, die ihr Körper ausstrahlt oder frage deine Partnerin, wie sich die Stimulation dieser Zone für sie anfühlt.

Trotz aller Mythen um den G-Spot kommen tatsächlich nur wenige Frauen durch reine Penetration dieser Zone zum Orgasmus. Der weibliche Körper ist ohnehin zu schön, um sich nur auf einen einzigen Punkt zu konzentrieren. Arbeite dich am besten von außen nach innen vor. Schenke ihrem ganzen Körper deine ganze Aufmerksamkeit und verwöhne auch ihre übrigen erogenen Zonen. Dazu können auch die Ohrläppchen, die Brüste, der Bauch oder die Innenseite ihrer Oberschenkel zählen. Spürst du ihre Erregung, kannst du dich langsam ihrer Vulva nähern. Lege eine Hand darauf oder massiere sanft die äußeren Schamlippen, bevor du dich den inneren Schamlippen, der Klitoris und schließlich auch dem G-Punkt zuwendest. Eine Frau zum Orgasmus zu fingern kann eine herrliche, ganzheitliche Erfahrung sein!

Versuche bitte nie, eine Frau unter Druck zum Orgasmus zu penetrieren - damit wirst du ohnehin scheitern. Gib ihr die Möglichkeit, sich fallen zu lassen und die Situation in vollen Zügen zu genießen.


Was muss ich noch über den G-Punkt wissen?

Sehnst du dich nach noch mehr Wissen rund um den G-Punkt, findest du hier noch weitere spannende Fakten über die von Mythen begleitete erogene Zone.

Woher kommt der Name des G-Punkts?

In seinen Abhandlungen aus den 1950er-Jahren berichtete der Gynäkologe Ernst Gräfenberg von einer erogenen Zone, die sich an der vorderen Vaginalwand befindet und sich bei Erregung vergrößert. Diese Stelle benannte er schlichtweg nach sich selbst. Der G-Punkt steht also eigentlich für Gräfenberg-Punkt, obwohl er selbst stets von “Zone” und nicht von “Punkt” sprach.

Was ist eine G-Punkt Aufspritzung?

Po, Lippen, Bauchmuskeln, Lachfalten oder Nasenbein: An vielen Stellen des Körpers wird chirurgisch eingegriffen, um vermeintlichen Schönheitsidealen nachzueifern oder eine Verbesserung von Beschwerden zu erwirken. Davon ist auch der G-Punkt nicht ausgenommen. Eine G-Punkt-Vergrößerung mit Eigenfettgewebe oder Hyaluronsäure soll das Volumen der Zone um das Doppelte wachsen lassen können. Damit einhergehen soll auch ein stärkeres Lustempfinden. Diese positive Wirkung ist jedoch umstritten. Jedenfalls negativ ist die Tatsache, dass das Ergebnis nicht permanent ist und Risiken für Narbenbildung oder Infektionen bestehen.

Was ist der U-Punkt?

Eine weitere erogene Zone des weiblichen Körpers ist der sogenannte U-Punkt. Da er sich zwischen Klitoris und Scheideneingang rund um die Harnröhre befindet, wird er gelegentlich auch als H-Punkt bezeichnet. Auch diese Zone kannst du mit feuchten Fingern sanft massieren oder streicheln. Deine Zunge eignet sich ebenso bestens für die Stimulation des U-Punktes. Das angenehme Kribbeln, das deine Partnerin dadurch verspüren kann, kann sogar bis zum Orgasmus führen.

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